Verdauungsprobleme - was nun?
Ernährungswissenschaftliche Informationen:
Die meisten Verdauungsprobleme werden durch Fehler in der Fütterung und durch die Gabe ungeeigneter Futtermittel verursacht.
Auf eine gute Verdauung ist jedes Lebewesen angewiesen. Stimmt die Verdauung nicht, kann das zu einer falschen oder verminderten Nährstoffaufnahme führen. Leistungseinschränkungen und Unwohlsein können weitere Folgen sein. Ein intaktes Zusammenspiel aller an der Verdauung beteiligten Organe ist daher unerläßlich. Pferde sind dabei vor allem auf ausreichend und qualitativ hochwertiges Heu und Stroh in der Futterration angewiesen. Eine gute Verdauung entscheidet über Nährstoffaufnahme, funktionierende Immunabwehr und Leistung. Dabei ist die Besiedelung des Darmes mit Kleinstlebewesen von entscheidender Bedeutung. Diese sogenannte Mikroflora kann durch eine gezielte Fütterung positiv beeinflußt werden.
Nachfolgend deshalb Infos zu speziellen Futtermitteln, die sich in der Praxis bewährt haben sowie einige Praxistipps, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Achten Sie außerdem darauf, Ihr Pferd individuell mit einem passenden und guten Kraftfutter zu versorgen.
Darauf sollten Sie achten, um Verdauungsproblemen vorzubeugen:
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Mindestens 1 kg Heu je 100 kg Körpergewicht des Pferdes pro Tag
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Mindestens 2 Mahlzeiten pro Tag (je öfters desto besser!)
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zuerst Heu geben und nach ca. 15 Minuten Kraftfutter füttern!!
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Auf einwandfreie Futterqualität achten
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Auf gute Verdaulichkeit des Futters achten (ganzer und auch gebrochener Mais kann vom Pferd kaum verdaut werden)
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Nach der Futteraufnahme mind. 1 Stunde warten, bevor das Pferd gearbeitet wird
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Futterwechsel über einen Zeitraum von 3 bis 4 Tagen: bisheriges Futter langsam reduzieren, neues Futter schrittweise ergänzen
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Achten Sie darauf, dass Ihr Pferd in Ruhe fressen kann (ständige Belästigung beim Fressen führt oft in Offenstallhaltung zu Verdauungsproblemen)